Es sollte ein friedlicher und besinnlicher Heiliger Abend werden – doch es kam ganz anders …
Bad Oeynhausen. Was als ruhiger und besinnlicher Heiligabend begann, verwandelte sich für eine junge Frau aus Bad Salzuflen in einen Albtraum. Die 23-Jährige wurde am Vormittag des Heiligabends im Stadtteil Eidinghausen von zwei freilaufenden Schäferhunden angegriffen und dabei schwer verletzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befand sich die Frau auf einem Grundstück, als die beiden ausgewachsenen Hunde plötzlich auf sie zustürmten. Auf der Hofeinfahrt bissen die Tiere ihr mehrfach in beide Beine und schleiften die wehrlose Frau in Richtung des Hinterhofes. Verzweifelte Schreie durchbrachen die vorweihnachtliche Stille.
Nachbarn wurden auf die Hilferufe aufmerksam und eilten der jungen Frau mutig zu Hilfe. Bei dem Versuch, die hochaggressiven Tiere von ihrem Opfer zu trennen, geriet jedoch auch ein Helfer selbst in akute Gefahr, da die Hunde nun ebenfalls angriffslustig auf die Eingreifenden reagierten.
Ein unter den Helfern befindlicher Jäger sah schließlich keine andere Möglichkeit mehr, als seine Schusswaffe einzusetzen, um die schwer verletzte Frau und die anwesenden Helfer vor weiteren Bissattacken zu schützen. Beide Hunde erlitten dabei tödliche Verletzungen.
Ein alarmierter Notarzt stellte bei der 23-Jährigen erhebliche Bisswunden an Oberschenkeln und Waden fest. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde die Frau umgehend in das Krankenhaus Bad Oeynhausen eingeliefert.
Der zwischenzeitlich eingetroffene Hundehalter erklärte gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten, die Tiere seien unbemerkt von seinem Grundstück entlaufen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Warum es zu dem plötzlichen und brutalen Angriff kam, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.

