Sonntag, März 1, 2026
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Vorbereitungen im Hinterzimmer: „Evangelisch muss weg!!“

Ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ganz verdeckt im kleinen Kreise fand am Donnerstagabend, am 26. Februar ’26, an den Löhner Grundschulen die Vorbereitungen zur Umwandlung der Evangelischen Grundschulen statt.
Ziel der von der Stadtverwaltung angeleiteten Aktivisten ist es, den gültigen Ratsbeschluss vom 17.12.’25 auf kaltem Wege zu unterlaufen.
Der Rat hatte das Ziel von Rot-Grün  abgelehnt, die >evangelischen Grundschulen< umzuwandeln und jede christliche Bezeichnung der Schule zu tilgen: Die >evangelischen Grundschulen< sollen nach dem Willen des Stadtrates bestehen bleiben.-
Doch dieser Beschluss passt dem linken Rats-Block nicht. Deshalb nach der Niederlage jetzt der Umweg über die abhängigen Schulleitungen.

Weder Vertreter der unabhängigen Presse, noch demokratisch gewählte Ratsmitglieder, die sich über die angekündigte „ausgewogene Information“ ein Bild machen wollten, waren zugelassen.
Die „eingenordeten“ Schulleitungen verfügten ein striktes Verbot aus bzw. „warf sie raus“:
Man wollte unter sich bleiben, um die Eltern ungehindert beeinflussen zu können. So z.B. an den  Standorten in Löhne-Bahnhof und Obernbeck.
Dabei müssten verbeamtete Lehrer entsprechend ihrem Amtseid eigentlich politisch neutral sein. Doch, einige Grundschulleiter sehen das wohl anders, insofern sie sich von der rot-gefärbten Verwaltung für parteipolitischen Ziele der SPD vereinnahmen lassen.

Deswegen der Versuch der Verwaltung – auf dem Umweg über eine inszenierte Elternabstimmung – das von der SPD gesetzte Ziel einer atheistischen Schule doch noch umzusetzen.

Die ins Feld geführte waghalsige Schutzbehauptung:
Es gebe ja gar keine großen inhaltliche Veränderung. Es ginge nur um „Pragmatismus“.
Sollte das Umwandlungsbegehren durch gehen, dann könne man völlig andere „nicht-evangelische“ Schulleitungen installieren.

Tatsächlich: Nach einer Umwandlung könnten die neuen Leiter die ganze religiöse Palette darstellen:
>> Sie könnten z.B. Hindu, Muslim, Atheist oder Satanist sein – alles wäre dann machbar. <<

Am Donnerstag war eine offene Diskussion darüber nicht gewünscht, sie wurde weitestgehend verhindert.

Wenn gewählte Mandatsträger von solchen „Informationsveranstaltungen“ ferngehalten werden, entsteht der deutliche Eindruck, hier solle etwas möglichst geräuschlos eingefädelt werden.  Transparenz und Ehrlichkeit sehen anders aus.

Lediglich die Erziehungsberechtigten hatten Einlass und „sorgfältig ausgewählte“ Vertreter einzelner Kirchengemeinden; jedenfalls dann, wenn sie sich vorab für das rot-grüne Umwandlungsbegehren ausgesprochen hatten.

Wer z.B. gedacht hatte, die Mahnener Pastorin Linda Stucke-Troks, könnte ihre Stimme FÜR eine >evangelische Grundschule< erheben, sah sich krass getäuscht. –
Als eingeschriebene SPD-Parteigenossin plädierte sie für die komplette Abschaffung des Begriffes >evangelisch< an der Löhner Grundschule.
Genauso wie es die Programmatik ihrer SPD schon seit den Zeiten der Weimarer Republik fordert. Ebenso wie es die SED (= heute „Linke“) in der DDR durchsetzte.
{Selbst die Nazis schreckten davor zurück: Selbst den >braunen Sozialisten<, die den Kirchen wahrlich nicht freundlich gesonnen waren, ging das zu weit.}


[Vor diesem Hintergrund solcher Verhaltensweisen versteht man immer besser, weshalb der Evangelischen Landeskirche die Gläubigen in Massen weglaufen und sich lieber für den Austritt oder eine Freikirche  entscheiden.
Merke: „Wenn dem Bäcker die eigenen Brötchen nicht mehr schmecken, werden sich bald auch die Kunden abwenden.“]

Doch, was sich in diesen Tagen in Löhne rund um die geplante Umwandlung evangelischer Grundschulen in eine atheistische Gemeinschaftsschulen abspielt, wirft grundsätzliche Fragen auf – nicht nur organisatorische, sondern demokratische.

Handverlesene Runde?

Besorgte Stimmen aus der betroffenen Elternschaft berichten, dass kritische Wortmeldungen abgebügelt wurden und in Obernbeck sogar der Versuch, bestehende Vereinbarungen zwischen Kirche und Schule zu kopieren, unterbunden wurden.

Politische Neutralität und Einflussnahme

Lehrkräfte im Beamtenverhältnis sind zur politischen Neutralität verpflichtet. Ob diese Verpflichtung im Rahmen der Informationsveranstaltungen gewahrt wurde, ist fraglich.
Doch der Eindruck, dass politische Ziele indirekt durch schulische Gremien betrieben werden, trägt nicht zur Beruhigung bei.

Gerade in einer aufgeheizten Debatte ist es entscheidend, dass Schulen nicht als verlängerter Arm parteipolitischer Interessen wahrgenommen werden.

Auch das geplante Abstimmungsverfahren wirft Fragen auf:

  • Wer organisiert die Durchführung?
  • Wer überwacht die Auszählung und trägt die Verantwortung?
  • Unter wessen Aufsicht erfolgt die Kontrolle?
  • Wie wird sichergestellt, dass jede Stimme korrekt erfasst wird?

Ohne transparente Regeln und nachvollziehbare Kontrolle droht selbst eine formal korrekte Abstimmung an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Fazit

Ob die Umbenennung der evangelischen Grundschulen in Löhne pädagogisch sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Strittig ist jedoch vor allem das Verfahren.

Wenn Informationsveranstaltungen ohne Öffentlichkeit stattfinden, wenn Ratsmitglieder ausgeschlossen werden und wenn ein bestehender Ratsbeschluss scheinbar ignoriert wird, entsteht ein „Geschmäckle“, das sich nur durch vollständige Transparenz ausräumen lässt.

Gerade bei sensiblen Fragen von Bildung, Religion und kommunaler Identität gilt: Offene Debatte statt Hinterzimmer-Atmosphäre. Wer von einer guten Sache überzeugt ist, sollte das Tageslicht nicht scheuen. [Fotos:Werrebote+Kithemenfotos]

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