Bequem, modern – aber oft unterschätztes Risiko
E-Scooter gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Straßenbild – auch im Kreis Herford. Gerade Jugendliche nutzen die kleinen Roller gern für kurze Wege. Doch mit der wachsenden Beliebtheit steigen auch die Unfallzahlen deutlich an. Neue Zahlen der Landesstatistiker von IT.NRW zeigen jetzt eine alarmierende Entwicklung: Landesweit nahm die Zahl der Unfälle mit E-Scootern im vergangenen Jahr um 46 Prozent zu. In jedem zehnten Fall wurden Menschen schwer verletzt.
Auch im Kreis Herford häufen sich die Vorfälle. Allein in den vergangenen vier Wochen registrierte die Polizei drei Unfälle mit E-Scootern. Häufig spielt dabei jugendlicher Leichtsinn eine Rolle. Immer wieder sieht man zwei oder sogar drei Personen gleichzeitig auf einem einzigen Roller – obwohl das verboten und äußerst gefährlich ist. Dazu kommen hohe Geschwindigkeiten, fehlende Helme und riskante Fahrmanöver auf nasser Fahrbahn oder zwischen Autos und Fußgängern.
Erst am Montag wurde eine 17-Jährige in Herford verletzt. Im Bereich Hansastraße/Waltgeristraße kam sie mit ihrem E-Scooter auf regennasser Straße ins Rutschen und stürzte. Mit einer Fußverletzung musste sie ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Entwicklung zeigt: Viele unterschätzen offenbar weiterhin die Risiken der kleinen Fahrzeuge. Denn auch wenn E-Scooter harmlos wirken – bei einem Sturz wirken Kräfte wie bei einem Fahrradunfall, oft sogar ohne jeden Schutz. Besonders problematisch wird es, wenn Jugendliche die Roller eher als Spaßgerät statt als Verkehrsmittel betrachten. [fotokigeneriert]

