Freitag, Juni 26, 2026
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„Autobahn“-Ostanschluss Großer Kamp: Licht am Ende des Planungstunnels

Von unserem Redakteur für Langzeitprojekte

Löhne-Gohfeld. Es gibt Projekte, die wachsen mit einer Generation. Der Anschluss des Großen Kampes an die B 611 gehört zweifellos dazu. Nun scheint tatsächlich Bewegung in die Angelegenheit zu kommen: Nach Angaben von Dezernent Ulrich Niemeyer (Bauausschuss 24.6.2026) will die Stadt Löhne in den nächsten Wochen tatsächlich die Arbeiten für die Umgestaltung des Großen Kampes bzw. zum neuen Brückenbauwerk ausschreiben. – Dann würde eine rund zweijährige Bauzeit folgen.

Nur mit einer neuen, größeren und höheren Brücke ist es möglich, auch die Ostseite der B 611 an den Großen Kamp – und damit an das Gewerbegebiet Unterer Hellweg anzuschließen.

Für viele Gohfelder ist das eine Nachricht, auf die sie seit Jahren warten. Seit rund einem Jahrzehnt wird geplant, geprüft, überarbeitet und diskutiert. Mehrfach wurden Zeitpläne angepasst, während die erhoffte Entlastung der Anwohner auf sich warten ließ. Auch Grundwasserprobleme hatten den Bau der Untertunnelung der B 611 immer wieder verzögert.

Der Hintergrund ist bekannt: Bislang besteht der Anschluss an die B 611 lediglich auf der Westseite. Die fehlende Anbindung der Ostseite sorgt dafür, dass ein erheblicher Teil des Verkehrs – darunter auch zahlreiche Hermes-Lastwagen – weiterhin über die Weihestraße und den Gohfelder Ortskern in Richtung Gewerbegebiet „Unterer Hellweg“ sowie zum Hermes-Logistikzentrum fahren müssen.

Besonders die Anwohner der Weihestraße erleben die Folgen täglich. Verkehrslärm und Abgase gehören dort seit Jahren zum Alltag. Entsprechend groß war immer wieder der Wunsch nach einer direkten Anbindung an die Bundesstraße.

Auch politisch beschäftigte das Thema den Stadtrat über viele Jahre hinweg. Vor allem die Löhner-Bürger-Allianz (LBA), hatte immer wieder die Beschleunigung des Umbaues angemahnt.
 Unterschiedliche Vorstellungen zur Umsetzung, Planungsverfahren und notwendige Abstimmungen sorgten dafür, dass das Vorhaben nur langsam vorankam. Zeitweise engagierte sich sogar eine Bürgerinitiative für eine schnellere Lösung.

Nun zeichnet sich erstmals ein konkreter Zeitrahmen ab. Wenn alle weiteren Genehmigungen und Arbeiten planmäßig verlaufen, könnte der Autobahn-Anschluss 2028 Realität werden. Das wären zwar noch eine lange Wartezeit, gemessen an der bisherigen Projektdauer erscheint das Ziel jedoch tatsächlich greifbarer als jemals zuvor.

Für die betroffenen Anwohner bleibt die Hoffnung, dass die angekündigte Zielgerade diesmal tatsächlich bis ins Ziel führt. Nach vielen Jahren des Wartens wäre eine spürbare Verkehrsentlastung für Gohfeld mehr als nur ein symbolischer Erfolg. © Foto Werrebote

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