Freitag, Oktober 2, 2026
StartBeitragErster Spatenstich am Großen Kamp: Gohfeld soll bald aufatmen

Erster Spatenstich am Großen Kamp: Gohfeld soll bald aufatmen

Nach jahrelanger Planung ist es nun so weit: Am Anschluss Großer Kamp an die B 611 wurde offiziell der erste Spatenstich gesetzt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft waren dabei – unter anderem Vertreter der Firma STRABAG, von Straßen.NRW, der Landesregierung, des Kreises Herford, der Stadt Löhne sowie der im Rat vertretenen Parteien.

Für die Gohfelder Bürger dürfte allerdings weniger der Spaten als vielmehr die Hoffnung auf eine tatsächliche Entlastung im Mittelpunkt stehen.

Denn bislang gibt es am Großen Kamp lediglich ein Anschlussohr auf der Westseite der B 611. Der Verkehr aus der anderen Richtung – insbesondere aus dem Gewerbegebiet Scheidkamp – muss sich seit vielen Jahren seinen Weg durch den Gohfelder Ortskern und über die Weihestraße bahnen.

Für die Anwohner bedeutet das: zusätzlicher Pkw-Verkehr, zahlreiche Lastwagen und eine erhebliche Belastung für Straßen, Anwohner und Wohnumfeld.

LBA fordert Anschluss seit Jahren

Die Löhner-Bürger-Allianz (LBA) hatte seit Jahren immer wieder auf dieses Verkehrsproblem hingewiesen und einen vollständigen Anschluss des Großen Kamps an die B 611 gefordert.

Nun soll der fehlende Anschluss auf der Ostseite endlich gebaut werden.

Ganz einfach war der Weg dorthin allerdings nicht. Die Planungen zogen sich über Jahre hin. Ein besonderes Problem stellte dabei die geplante Unterquerung der B 611 dar. Bei Probebohrungen wurde Grundwasser festgestellt – die ursprüngliche Planung musste deshalb entsprechend angepasst beziehungsweise technisch neu betrachtet werden.

15 Millionen Euro für die neue Verbindung

Das Bauprojekt soll rund 15 Millionen Euro kosten. Ziel ist es, die Arbeiten bis 2028 abzuschließen.

Dann könnte das bislang fehlende Anschlussohr auf der Ostseite den Verkehr direkt aufnehmen.

Die Hoffnung in Gohfeld ist entsprechend groß: Wenn die Verbindung tatsächlich wie geplant fertiggestellt wird, könnte ein erheblicher Teil des Verkehrs endlich aus dem Ortskern herausgehalten werden.

Bis dahin heißt es für die LKW: weiter durch Gohfeld

Bis zur Fertigstellung bleibt somit alles beim Alten.

Lastwagen müssen sich weiterhin mit dem westlichen Anschluss begnügen und teilweise Umwege über das Mahnener Kreuz in Kauf nehmen. Für den Pkw-Verkehr ist die Führung über Helmsberg und Flagenstraße vorgesehen.

Für die Gohfelder heißt das: Noch einige Zeit muss Geduld aufgebracht werden – und weiterhin ist der Verkehr vor der Haustür.

Vom Spatenstich zur Wirklichkeit

Jetzt kommt es allerdings auf etwas anderes an: auf den tatsächlichen Baufortschritt.

Denn die Gohfelder warten nicht erst seit gestern auf eine Entlastung. Seit Jahren wird über die bessere Verkehrsanbindung des Großen Kamps gesprochen und geplant.

2028 soll es nun tatsächlich so weit sein.

Dann wird sich zeigen, ob aus dem jahrelangen Planungsprojekt endlich eine funktionierende Verkehrsverbindung geworden ist – und ob die Gohfelder Bürger tatsächlich das bekommen, worauf sie seit Jahren warten: weniger Verkehr im Ortskern und eine direkte Anbindung des Großen Kamps an die B 611.

Der erste Spatenstich ist jedenfalls gemacht. Jetzt darf der Bau gerne schneller vorankommen als die Planung. [Foto © Werrebote]

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein