KIRCHLENGERN. Eisglatte Fahrbahn hat am Sonnabendnachmittag auf der B239 bei Kirchlengern zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Auf einer Brücke kam es zu einer Massenkarambolage mit insgesamt sieben Fahrzeugen. Acht von sechzehn beteiligten Menschen wurden dabei verletzt, einige von ihnen mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.
Polizei sperrt B 239
Nach Angaben der Polizei waren Autofahrer aus den Kreisen Herford, Lippe und aus Bielefeld unterwegs, als sie auf der spiegelglatten Brücke die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren. Innerhalb kurzer Zeit rutschten mehrere Autos ineinander. Augenzeugen berichten von plötzlich einsetzendem Glatteis, das für viele Verkehrsteilnehmer nicht rechtzeitig erkennbar gewesen sei.
Rettungsdienste und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Verletzten wurden vor Ort versorgt, die B239 musste für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten zeitweise voll gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Kritik gab es am Einsatz des Winterdienstes: Ein Streufahrzeug traf erst nach dem Unfall an der Brücke ein. Ob die Straße zuvor ausreichend gesichert war, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Rede ist auch von unangepasster Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei warnt eindringlich vor anhaltender Glätte auf Brücken und schattigen Straßenabschnitten und appelliert an Autofahrer, ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anzupassen.

