Montag, November 2, 2026
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Keine Peilung mehr? Was will Wolfgang Kühme?

„Innere Wut“ – und ihr Opfer

Im Rahmen eines Leserbriefes [NW 28.10.‘26] nimmt der Herr Wolfgang Kühme aus Bad Oeynhausen kritisch Stellung zur Initiative der Löhner-Bürger-Allianz, vor dem Hintergrund der dramatischen Lage des Löhner Haushaltes auch die jahrelangen millionenschweren Zuschüsse für die Musikschule genauer in Augenschein zu nehmen.
Kühme bekundet, beim Lesen des fraglichen Artikels eine „innere Wut“ erlebt zu haben und begründet dies mit seiner Wahrnehmung, die LBA wolle „ein Projekt kaputtmachen“, eben die Löhner Musikschule.

Wer will Schließung der Löhner Musikschule?

Augenscheinlich ist Herr Kühme hier einer kompletten Falschinformation aufgesessen: Von der Schließung der Musikschule war an keiner Stelle seitens der Bürger-Allianz die Rede, wohl aber davon, dass die Löhner Steuergelder effektiv einzusetzen sind und die Millionenverluste der Musikschule nicht achselzuckend und dauerhaft als unabänderlich hingenommen werden können.

>Heilige Kuh< und die „desaströse“ Haushaltslage der Stadt

Das wäre nach Auffassung der LBA unverantwortlich. Immerhin beschreibt die Löhner Kämmerin Andrea Linnemann die aktuelle Lage der städtischen Finanzen als – so wörtlich – „desaströs“. Für die LBA ein konkreter Grund, die städtischen Ausgaben – auch die Gelder für die Musikschule – sorgsam zu betrachten und nach den Ursachen der roten Zahlen zu suchen.
Falsch verstanden hat Herr Kühme ebenfalls, dass eine Untersuchung des dauerhaften Musikschuldefizites identisch sei mit einer Kritik an der musikalischen Arbeit oder der fachlichen pädagogischen Kompetenz der dortigen Musiker. Selbige Aussage ist frei konstruiert und wurde an keiner Stelle behauptet.

Oeynhausener Steuergelder für Löhner Musikschule?

Schließlich überrascht an den Ausführungen von Herrn Kühme aus Bad Oeynhausen noch die Aussage, dass ihm „persönlich jeder Cent, der von meinen Steuern für die Musikschule Löhne gebraucht wird, ein gut angelegter Cent [sei], den er gerne gebe.“
Nach meinem Kenntnisstand, zahlen die Oeynhauser Bürger wie z.B. Herr Kühme überhaupt keine Steuern, die der Löhner Musikschule zu Gute kommen könnten.

Dr. Hermann Ottensmeier

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