Dienstag, Juni 23, 2026
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Notoperation nötig: Gewalttaten bei Schulabschlussfeier

Hille/Lübbecke/Bielefeld Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Rande einer Feier eines Schulabschlussjahrgangs in Hille sitzt ein 19-jähriger Tatverdächtiger inzwischen in Untersuchungshaft. Dem jungen Mann wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

In der Nacht zum 14. Juni war gegen 1.45 Uhr ein schwer verletzter Mann von Bekannten in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Lübbecke gebracht worden. Die Begleiter verließen das Krankenhaus anschließend, ohne ihre Personalien anzugeben. Bei der medizinischen Versorgung stellte sich heraus, dass der junge Mann lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte. Durch eine Notoperation gelang es den Ärzten, seinen Zustand zu stabilisieren.

Die Ermittlungen wurden von einer Mordkommission der Polizei Bielefeld übernommen. Dabei konnte das Opfer als ein 19-jähriger Mindener identifiziert werden. Im Verlauf der umfangreichen Untersuchungen fanden die Ermittler auch den mutmaßlichen Tatort in Hille.

Tatverdächtiger aus Bielefeld schon „polizeibekannt“

Nach bisherigen Erkenntnissen war es dort am Rande einer Feier zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei soll ein ebenfalls 19 Jahre alter Mann aus Bielefeld dem Mindener die lebensgefährlichen Verletzungen zugefügt haben.

Der Tatverdächtige, der der Polizei bereits bekannt war, konnte zunächst nicht an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Am 19. Juni stellte er sich schließlich nach Rücksprache mit seinem Rechtsanwalt selbst bei der Polizei. Einen Tag später wurde er einem Haftrichter am Amtsgericht Bielefeld vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Die Ermittlungen der Mordkommission dauern weiterhin an. Zeugen, die bislang noch keine Angaben gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Bielefeld unter Telefon 0521/545-0 zu melden. [foto.kithemenfoto]

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